Die Pensionskasse PUBLICA im Wechselbad der Gefühle

PUBLICA mit solidem Anlageergebnis 2014

Die Pensionskasse des Bundes PUBLICA erzielte im Jahre 2014 auf ihrem Anlagevermögen von rund 37 Milliarden Schweizer Franken eine solide Gesamtrendite von 5,87 Prozent. Der durchschnittliche Deckungsgrad aller 21 Vorsorgewerke, die der Sammeleinrichtung angeschlossen sind, betrug Ende 2014 schätzungsweise 105 Prozent.

Die jährliche durchschnittliche Rendite von 2000 bis 2014 beträgt PUBLICA 3,22 Prozent.

Vor Jahren hatte PUBLICA den strategischen Entscheid getroffen, die Währungen der Industrieländer vollständig abzusichern; so sollen nicht systematische und damit nicht entschädigte Risiken aus dem Portfolio eliminiert werden.

Schock vom 15. Januar 2015: doppelter Verlust

Am 15. Januar hob die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro auf. Diese Massnahme führte zu Verlusten insbesondere bei Geldern, die in Wertschriften im Euro-Raum angelegt waren: Währungsverluste. Dazu kommen Einbussen an den Finanzmärkten: die Kurse an den Börsen brachen weltweit ein, in der Schweiz um 15 Prozent.

Die Währungsabsicherung ist der entscheidende Grund, weshalb PUBLICA im Januar vor einem Verlust in der Höhe von 2,2 Milliarden Schweizer Franken verschont blieb, den der Entscheid der Nationalbank direkt verursacht hätte. PUBLICA ist vom Währungsverlust also nicht direkt betroffen.

Finanzmärkte: Durch Anlagen in Aktien Schweiz und Investitionen in Schwellenländer ist PUBLICA dennoch indirekt vom SNB-Entscheid betroffen. Die geschätzte Gesamtperformance für die Zeit vom 1. Januar bis zum 16. Januar 2015 lag bei -1,4 Prozent. Sie ist in der Zwischenzeit bereits wieder erheblich gestiegen. Auch unter Berücksichtigung dieser Performance lag und liegt der regulatorische Deckungsgrad bei PUBLICA immer über 100 Prozent. Sparguthaben und Renten sind bei PUBLICA auch in der aktuellen Finanzmarktsituation gesichert!

Grosse Herausforderungen in verändertem Umfeld

Währungsschwankungen und unsichere wirtschaftliche Aussichten prägen das Umfeld. Die Nationalbank hat am 15. Januar zudem Negativzinsen auf grösseren Giroguthaben eingeführt. PUBLICA als dem Bund nahestehende Institution ist davon ausgenommen. Folge dieser Zinssenkung sind – auf Jahre hinaus – magere Renditeaussichten. Die Anlage von Vorsorgegeldern ist schwierig: wie kann die benötigte Rendite erwirtschaftet werden, ohne zusätzliche Risiken einzugehen? Die Kosten für die Absicherung von Fremdwährungen sind gestiegen. Die vom Bundesrat am 22. Oktober für 2015 festgelegte Mindestverzinsung für die Altersguthaben (1,75 %) erweist sich jetzt als hoch.