Neuer Stellenabbau bei Agroscope

Unter dem irreführenden Titel „Bundesrat nimmt Arbeiten zur Stärkung der Forschung bei Agroscope zur Kenntnis“ informierte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am 9. März über eine erneute Umstrukturierung bei der landwirtschaftlichen Forschungsanstalt des Bundes.

Bei Agroscope werden in den nächsten zehn Jahren 20 Prozent der Betriebskosten und damit auch eine grössere Anzahl von Stellen abgebaut. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine geografische Konzentration am Standort Posieux (FR) geplant. Agroscope kennt heute 12 Standorte, von der Ostschweiz in den Tessin bis ins Wallis. Einige kleine Versuchsstationen sollen in den verschiedenen Klima-Regionen erhalten bleiben. Von der Zusammenlegung sind voraussichtlich rund 400 bis 500 Mitarbeitende betroffen, weil sie an den neuen Standort pendeln oder umziehen müssten. Der eigentliche Stellenabbau wird aber gemäss WBF erheblich kleiner sein.

Die Vereinigung der Kader des Bundes bedauert den harten Entscheid des WBF ausserordentlich, ist es doch die dritte Umstrukturierung innert kurzer Zeit. Im Jahre 2014 wurden sieben Forschungsinstitute in vier Einheiten zusammengeführt und unter einem Dach vereint. 2016 wurden vier Institute und 19 Forschungseinheiten aufgehoben und durch zehn Einheiten ersetzt. 24 Kaderstellen wurden gestrichen, wobei auch Kündigungen ausgesprochen wurden.

 

Die VKB wird sich als Sozialpartner insbesondere für einen Sozialplan für Agroscope einsetzen. Die lange Zeitspanne von über 10 Jahren. bietet die Möglichkeit, dass für das betroffene Personal faire Lösungen gefunden werden können.

 

VEREINIGUNG DER KADER DES BUNDES